Berichte zu Veranstaltungen:


 

 

Bericht

zur Jahresabschlussfeier

am 30.November 2019


 

 Jahresabschlussfeier des Gartenbauvereines Traunstein mit Ausblick auf den Garten im Klimawandel


Im voll besetzten und adventlich geschmückten Saal des Gasthauses Jobst in Rettenbach konnte 1.Vorsitzender Stefan Köhler
Oberbürgermeister Christian Kegel, 3. Bürgermeisterin Traudl Wiesholler-Niederlöhner, den Kreisfachberater Markus Breier und zahlreiche Jubilare
begrüßen. OB Kegel outete sich in seinem Grußwort als leidenschaftlicher Gartler, der durch die körperliche Arbeit den Kopf nach seiner anstrengenden 

Tätigkeit frei bekomme. Der Gartenbauverein stellt für ihn eine Bereicherung in der Stadt dar. Er wünschte den Mitgliedern eine schöne Adventszeit und ein
gutes, ertragreiches 2020.
Die Musiker von Dreiklang Schneider Lenz aus Berchtesgaden umrahmten den Abend mit adventlicher besinnlicher Volksmusik und Adventsgeschichten.

Der Biologe und Gartenbauingenieur Markus Breier ist Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege beim Landratsamt.  Er referierte
"Über Sommerglück und Gartenpracht - vom Umgang mit dem Klimawandel im Garten" und dem Umgang mit Wasser. Er stellte die humoristische Frage,
ob damit Kokospalmen oder Bananen im bayerischen Vorgarten gemeint seien, oder, ob des verlängerten Sommers dreimalige Kartoffelernten möglich seien,
samt "Weihnachtspalme" statt Tanne.
Seine 1. Prognose, dass Hitze und Trockenheit zunehmen konnte er statistisch deutlich nachweisen: zwischen 1961-1990 haben die Durchschnittstemperaturen
Im Sommer zwischen 2° und 3 ° zugenommen und der Regendurchschnitt um bis zu 30 % abgenommen. Deutlich werde das auch an Sonnenbränden bei Obst.
Der Gartler habe sich bei der Bepflanzung auf die geänderten Rahmenbedingungen einzustellen. Trockenheitstolerante Pflanzen sind Sanddorn, Schlehe, Bartiris, Katzenminze, Lauchgewächse, Fette Henne,
 räuter und Rosen, Hauswurzen, Pflanzen mit dicken Blättern, die Feuchtigkeit speichern. Um die Hitze abzumildern sind schattenspendende Laubbäume wie z. B. Feldahorn  ideal, z. B. auch um Parkplätze herunter zu kühlen.
Funkien und Farne werden auch nur unter Bäumen gedeihen,
ein Teich kühlt durch die Luftfeuchtigkeit. Genügend Gießwasser bei  nachlassender Feuchtigkeit erlangt man durch Zisternen oder frühere Güllegruben.
Auch andere Gießtechniken: 1-2 mal intensiv pro Woche statt täglich etwas gießen lässt die Pflanzen tief wurzeln und für sich selbst sorgen.
Die derzeitige Mode von Kies- bzw. Schottergärten lehnte er vehement ab.  Sie sind wenig einladend und heizen die Umgebung auf.
Kurzweilig und interessant waren auch die weiteren Prognosen, wie zunehmende Gewitter, Starkregen und Hagel. Als Bodenschutz gegen Wegschwemmen schlug er Mulchen mit Grasschnitt und dichte Bepflanzungen vor.
Durch die prognostizierte höhere Bodentemperatur ändert sich die Bodendynamik. Entgegenwirken kann man dem stärkeren Abbau von Humus und
zeitlich früherer Anpflanzung von Wurzelgemüse. Weitere Punkte waren noch Krankheiten und Schädlinge sowie längere Vegetationszeiten durch verkürzte Winter.
Die Gartler waren aufmerksam und stellten fundierte Fragen, die ebenso fundiert beantwortet wurden.
1. Vorsitzender Stefan Köhler führte nun mit Oberbürgermeister Christian Kegel die Ehrungen der langjährigen Mitglieder durch, die Ehrennadeln in Silber (25 Jahre), in Gold (40 Jahre) und Ehrennadeln mit Kranz für 50 Jahre
Mitgliedschaft erhielten (s. Bild).
Der Vorsitzende führte in das Jahresprogramm 2020 ein: am 20.3. findet im Sailerkeller die Jahresversammlung statt. Am Tag danach: 21.3. der Erden- und Düngerverkauf.
Die beliebte Pflanzenbörse zum Tausch von Stauden, Töpfen, Deko etc. - bei schönem Wetter mit Kaffee und Kuchen - findet am Samstag 9.5. statt. Der Jahresausflug in die Bauerngärten des Bauernhofmuseums Glentleiten
samt Führung findet am 20.6. statt und führt auch über den Walchensee mit seinem Wasserkraftwerk.
Das Jahramt für die verstorbenen Mitglieder, ein Ausflugsnachmittag und ein Gartenbesuch werden noch bekannt gegeben. Fest steht allerdings bereits wieder das beliebte herbstliche Basteln mit Rosi am 18.9 und die
Jahresabschlußfeier am 28.11.
Mit einem gemeinsam gesungenen Weihnachtslied und einem Weihnachsstern für jedes Mitglied klang die Jahresabschlussfeier besinnlich aus.


Bericht

zur Fahrt nach Oberösterreich


am 22. Juni 2019



Keramik und Gartenvielfalt
Vereinsausflug des Gartenbauvereins Traunstein ging nach Oberösterreich

Der jährliche Vereinsausflug führte die Traunsteiner Gartler zuerst nach Gmunden am Traunsee im  Salzkammergut in die berühmte Keramikmanufaktur.
Die Manufaktur für Kunst- und Gebrauchskeramik wurde 1492 erstmals urkundlich erwähnt. Nach einem Einführungsfilm zeigte die Mitarbeiterin die Herstellung von der Rohmasse, Formgebung bis hin zur Bemalung. Nach Vorführung der Bemalung konnte ein Gast nachvollziehen, wie anspruchsvoll die Bemalung ist, die eine 2-jährige Ausbildung erfordert. Ihr erster Versuch stellte die Fachfrau nicht zufrieden! Die größte Keramikmanufaktur Mitteleuropas fertigt nur in Handarbeit in traditionellen und neuen Designs. Dies wussten auch die Gartenbauvereinsmitglieder zu schätzen und kauften fleißig ein oder frequentierten das hauseigene Kaffeehaus in dem auf Gmundner Keramik serviert wurde.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause im Almtal begeisterte "Adams Garten" in Aubichl bei Vorchdorf die Gartler.  In 1 1/2 Stunden Führung gab es auf 4.000 qm viel zu entdecken. Es gibt es das ganze Jahr eine Vielfalt an Blumen, Stauden, Sträuchern. Sogar zwei Teiche sorgen für ein gutes Kleinklima. Die Pfingstrosen waren in den letzten Zügen, jedoch gab es über 130 Sorten Rosen und eine Unmenge an Stauden und Hostas waren zu bewundern. Ein Duftweg und viele romantische Sitzgelegenheiten und sogar ein Senkgarten boten zahlreiche Anregungen für den eigenen Garten.
Großen Raum nahmen auch zwei Gemüsegarten, Glashaus und Acker ein. Mit Gemüse, Salaten, Beeren und Früchten - sogar einer Apfelhecke - versorgt sich die Familie (und wohl nicht nur diese allein). Was nicht gleich verwertet werden kann landet im selbst gebauten Erdkeller, wo Obst und Wein eingelagert wird. Roswitha Adamsmair erwies sich als liebenswürdige und fachkundige Gastgeberin und Führerin durch ihr Paradies, konnte die zahlreichen Fragen der Gartler zufriedenstellend beantworten und hatte für Interessenten auch Ableger und  ausgefallene Stauden. Der Himmel war bedeckt, das Wetter nicht zu heiß und hielt genau bis zum Ende der Führung. Die Gartler kamen noch trockenen Fußes in den Bus, danach hat ein Hagelunwetter dem Garten hoffentlich
keine zu großen Schäden zugefügt. In Traunstein konnten die Reisenden ihr Heim auch wieder im Trockenen erreichen.



 

 

 

 

 

Bericht zur Pflanzbörse


am 11. Mai 2019


Wetterglück hatte der GartenbauvereinTraunstein bei seiner alljährlichen Pflanzenbörse am Bauhof und so waren zahlreiche Gartler der Einladung gefolgt. Viele liebevoll herangezogene Gemüsepflanzen, Stauden, Blumenzwiebeln und sogar Kakteen und Sträucher wechselten den Besitzer. Bei Kaffee und Kuchen wurde die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zum Fachsimpeln ausgiebig genutzt.


Bericht zur Jahreshauptversammlung


am 22. März 2019



Gartler sind Arbeit gewöhnt. Von daher war es für die Teilnehmer an der Jahreshauptversammlung des Gartenbauvereins Traunstein im Sailerkeller ein Leichtes, die umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen. Nach dem Totengedenken für die verstorbenen Mitglieder erstattete Kassier Reinhard Hocke seinen Kassenbericht. Waltraud Auer als Prüferin bescheinigte ihm eine "vorzügliche Kassenführung", weshalb die Vorstandschaft auch einstimmig entlastet wurde. Oberbürgermeister Christian Kegel wandte sich im Namen der Stadt in einem Grußwort an die Anwesenden, bezeichnete sich selbst als großen Gartenfan und lobte die frühlingshafte Blumendekoration im Saal. Den Jahresrückblick auf 2018 gab es diesmal nicht in Form eines Wortbeitrags, sondern als fast halbstündigen, technisch und künstlerisch hochwertig gemachten Film von Reinhard Hocke, der noch einmal die vielfältigen Aktivitäten des mit 634 Mitgliedern größten Gartenbauvereins im Landkreis zeigte. Vor den Neuwahlen zur Vorstandschaft wurden das ausscheidende Beiratsmitglied Sandra Jamnig und die bisherige 2. Vorsitzende Hannelore Mösl, die sich nach 19 Jahren Engagement in der Vorstandschaft nicht wieder zur Wahl gestellt hatte, von Stefan Köhler mit Präsenten und Dank für das Geleistete verabschiedet.

Zügig ging der Wahlvorgang über die Bühne. Einstimmig wählten die Mitglieder erneut Stefan Köhler zum 1. Vorsitzenden und Rosi Fertl zur 3. Vorsitzenden. Auch Reinhard Hocke als Kassier und Edith Plenk als Schriftführerin wurden ohne Gegenstimme in ihren Ämtern bestätigt. Kassenprüferinnen bleiben Waltraud Auer und Christa Siglreithmeier. Der Beirat besteht in den kommenden vier Jahren aus Ira Dragoni, Sepp Heinrich, Anna Honsa, Franz Mösl und den neuen Mitgliedern Rainer Auer, Ursula Gaßner und Hermine Osenstetter.
Stefan Köhler berichtete in einem informativen Vortrag über das Entstehen des Apothekergartens im neuen Salinenpark Traunstein, den er mitbetreuen wird. "Es soll ein Garten für die Menschen sein, lebendig wie die Natur selbst. Ein Ort der Bildung, ein Ruhepol und ein Platz zum Zusammenkommen", sagte der 1. Vorsitzende.
Anschließend gab er noch einen Ausblick auf das Gartenjahr 2019. Ein Besuch der Gärtnerei Horizont in Trostberg am 2. Mai, die Pflanzenbörse am Bauhof am 11. Mai, eine Tagesfahrt nach Oberösterreich am 22. Juni, das Jahramt des Vereins in Hl. Kreuz am 7. Juli und ein Gartenbesuch bei Familie Mühlbacher am 21. August stehen auf dem Programm. Die Kreativität der Teilnehmerinnen wird beim herbstlichen Basteln mit Rosi Fertl am 20. September herausgekitzelt werden, bevor sich mit der Jahresschlußfeier am 30. November der Kreis schließt. Kreisfachberater Markus Breier wird dort zu Gefahren und Chancen des Klimawandels für unsere Gärten sprechen.
   

  

   Bericht zur Jahresschlussfeier


           am 01. Dezember 2018


Festlicher Ausklang des Gartenjahres beim         Gartenbauverein Traunstein.

Einen festen Platz im Kalender vieler Gartler hat die alljährliche 

Jahresschlussfeier des Gartenbauvereins Traunstein.

Vorsitzender Stefan Köhler konnte auch heuer wieder eine große Zahl an Gartenfreunden im liebevoll dekorierten Saal des Gasthofes Jobst in Rettenbach begrüßen.

Im Mittelpunkt der Jahresschlussfeier stand die Ehrung langjähriger Vereinsmitglieder und der Vortrag des Dipl. Biologen Stefan Kattari aus Grassau, dem Leiter des Museums Salz & Moor.

"Eine blühende, saubere Stadt ist auch eine sichere Stadt" wandte sich 

3.Bürgermeisterin Traudl Wiesholer-Niederlöhner in ihrem Grußwort an die Gartler. Sie erinnerte an die Ehrung für insektenfreundliche Gärten 

durch den Kreisverband der Gartenbauvereine und betonte, dass sich auch die Stadtgärtnerei dem Ziel einer naturnahen Gestaltung des städtischen Güns verpflichtet fühlt.

 Sie sprach auch eine Einladung zum Besuch der Stadtgärtnerei aus, wenn dort die baulichen Veränderungen abgeschlossen sein werden. 


Nach einem besinnlichen Teil mit weihnachtlichen Texten, vorgetragen von Franz Mösl und Stubenmusik vom Leonharder Quartett hielt Stefan Kattari einen reich bebilderten Vortrag mit dem Titel "Unsere Almen im Chiemgau - artenreich und schätzenswert". Almen sind von Menschen für Zwecke der Landwirtschaft geschaffene Naturräume, die zu  wichtigen Rückzugsorten für viele Pflanzen geworden sind. Eindrucksvoll wies der Referent darauf hin, dass Artenvielfalt auch oft vom Menschen abhängig Ist. 

Je unterschiedlicher die Landschaftsstruktur ist, desto artenreicher können sich Flora und Fauna entwickeln.

Dr. Horst Gröning und die DJK Traunstein wurden mit der Ehrennadel in Silber für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet. 

40 Jahre Treue zum Gartenbauverein haben Rita Pleli und Sebastian Angerer bewiesen, beide nun Träger der Ehrennadel in Gold.


Abschließend gab der Vorsitzende einen Ausblick auf das kommende Vereinsjahr, das mit der Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen am 22. März beginnt. 

Stefan Köhler wird den neuen Salinenpark und den Apothekergarten vorstellen, den er selbst mit betreuen wird. Neben den festen Terminen wie dem Erdenverkauf am 23. März, der Pflanzenbörse am 11. Mai, dem herbstlichen Basteln mit Rosi Fertl am 20. September und der Jahresschlussfeier am 30. November, bei der Kreisfachberater Markus
Breier zum aktuellen Thema "Trockenheit im Garten" referieren wird, stehen ein Besuch bei der G=E4rnerei Horizont in Trostberg im April,  ein Tagesausflug nach Oberösterreich im Juni und im Juli das Jahramt in Hl. Kreuz auf dem Programm.